Ratgeber

DHI oder FUE: Welche Methode passt zu Ihnen?

Beide Methoden nutzen Ihre eigenen Haarwurzeln vom Hinterkopf. Der Unterschied liegt im Einsetzen. Hier sehen Sie, was das für Dichte, Heilung und Ergebnis bedeutet.

Unser OP-Chef zeichnet die neue Haarlinie vor der DHI-Behandlung ein

Redaktion Mese MedicalAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Was beide Methoden gemeinsam haben

Bei DHI und FUE werden die Haarwurzelgruppen (Grafts) einzeln aus dem Spenderbereich am Hinterkopf entnommen – ohne Skalpell und ohne lineare Narbe. Diese Haare sind genetisch weitgehend resistent gegen erblich bedingten Haarausfall und wachsen am neuen Ort dauerhaft weiter. Auch das Endergebnis zeigt sich bei beiden Methoden nach etwa zwölf bis achtzehn Monaten.

Der Unterschied: wie die Grafts eingesetzt werden

Bei FUE werden im Empfängerbereich zunächst feine Kanäle geöffnet, in die anschließend die Grafts gesetzt werden. Das erlaubt große Flächen in einer Sitzung.

Bei DHI (Direct Hair Implantation) wird jedes Graft mit einem feinen Implantierstift, dem Choi Pen, direkt in die Haut gesetzt – ohne vorher geöffnete Kanäle. Der OP-Chef bestimmt dabei für jedes Haar Winkel, Tiefe und Richtung. Das ermöglicht eine sehr dichte, natürliche Haarlinie und das Arbeiten zwischen vorhandenen Haaren.

Direkter Vergleich

DHI (Choi Pen)FUE
Einsetzendirekt mit dem Choi Pen, ohne vorab geöffnete Kanälein vorher geöffnete Kanäle
StärkenHaarlinie, Dichte, Arbeiten zwischen vorhandenem Haargroße kahle Flächen in einer Sitzung
Grafts pro Sitzungbis ca. 5.500bis ca. 4.500
Dauer6–8 Stunden6–8 Stunden
Gesellschaftsfähignach 7–10 Tagennach 10–14 Tagen
RasurSpender- und meist EmpfängerbereichSpender- und Empfängerbereich

Richtwerte; die Planung erfolgt individuell nach der Fotoanalyse.

Wann eher DHI?

  • Wenn eine natürliche, dichte Haarlinie im Vordergrund steht.
  • Bei Geheimratsecken und lichten Stellen zwischen vorhandenem Haar.
  • Wenn Sie schneller wieder unauffällig sein möchten.

Wann eher FUE?

  • Bei großen kahlen Flächen, zum Beispiel am Oberkopf und an der Krone.
  • Wenn sehr viele Grafts in einer Sitzung nötig sind.
  • Häufig auch kombiniert: FUE für die Fläche, DHI für die Haarlinie.

Und Long DHI ohne Rasur?

Long DHI ist eine Variante der DHI-Methode, bei der die Haare im Empfängerbereich nicht rasiert werden. Sie ist ideal, wenn niemand sehen soll, dass Sie eine Haartransplantation hatten – mehr dazu im Ratgeber „Haartransplantation ohne Rasur“.

Welche Methode ist die richtige für Sie?

Das hängt von Ihrem Ausgangsbefund ab: Größe der lichten Fläche, Qualität des Spenderbereichs, Haardicke und Ihren Wünschen. Schicken Sie uns vier Fotos – unser OP-Chef empfiehlt Ihnen die passende Methode und nennt Ihnen Graftzahl und Fixpreis, meist innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist besser, DHI oder FUE?

Keine Methode ist grundsätzlich besser. DHI eignet sich besonders für eine dichte, natürliche Haarlinie und das Arbeiten zwischen vorhandenem Haar, FUE für große kahle Flächen. Oft werden beide kombiniert.

Ist DHI teurer als FUE?

DHI ist aufwendiger, weil jedes Graft einzeln mit dem Choi Pen gesetzt wird. Ihren Fixpreis nennen wir nach der Fotoanalyse.

Welche Methode heilt schneller?

Bei DHI sind Sie meist nach sieben bis zehn Tagen gesellschaftsfähig, bei FUE nach zehn bis vierzehn Tagen.

Fotos zur Analyse senden

Schicken Sie uns vier Fotos. Sie erhalten eine Einschätzung unseres OP-Chefs mit Methode, Graftzahl und Fixpreis, meist innerhalb von 24 Stunden.

Erreichbar
24/7

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